Neuer Webmaster wieder gesucht!

Liebe Schachfreunde,

Ende Juni 2018 gab ich mein Amt als Webmaster auf. Am 18.01.2019 teilte unser Vorsitzender Joachim mit, dass seine Tochter das gern übernehmen würde. Daraus wurde leider nichts.

Am 26.04. erzählte Joachim, unser Kassierer Bernd würde gern die Webseite mit "Wordpress" relaunchen. Was das bringen soll, entzieht sich meiner Kenntnis, selbstverständlich stehe ich dem Vorhaben aber nicht im Weg.

Damit die Homepage nicht brach liegt und mit zunehmender Zeit veraltet, werde ich wieder eine "zeitlose" Seite - ohne Unterseiten, ohne Mitgliederbereich - einbauen, bis Bernds neue Webseite steht. 

Gruß Willi

18.02.2019

Ihr Schachverein in Müllheim (Baden)

Ansprechpartner
Joachim Lischka Tel. 07621 1685703

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Grundschulkind
Es ist wichtig, den Kindern die Freude am Lernen, die Neugier und das Erkunden zu erhalten. Lernen ist in diesem Lebensabschnitt noch sehr eine Beziehungssache, weil ein Kind ja noch nicht wirklich überblickt, wofür das gut ist, was es zu lernen hat. Das Kind sollte dem Lehrer vertrauen können, dass das zu Lernende wichtig ist. Von den Lehrer/innen wird erwartet, dass sie auf das Kind sehr individuell eingehen und die Lernanstrengungen, einschließlich der Fehler, unterstützend, nicht beschämend begleiten.

Eltern haben den ersten prägenden Einfluss, danach die Schule und dann das Umfeld. Die Suche nach den Talenten von Kindern beschäftigt nicht nur Eltern, sondern auch die Wissenschaft. Es wurden Begabungsfelder definiert, die in jedem Kind liegen. Weil aber auch in allen Mädchen und Jungen zusätzliche Vorlieben und Talente angelegt sind, entfalten sich nach und nach besondere Stärken:

  • Sprachliche Begabung
  • Sozial-emotionale Begabung
  • Sportliche Begabung (damit ist nicht unbedingt Schach gemeint!)
  • Musisch-künstlerische Begabung
  • Praktisch-technische Begabung
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung

Kinder probieren sich aus, wechseln die Interessen, folgen der Neugier, den Anreizen, der Gruppendynamik und lernen für sich, das bringt mir Spaß oder nicht. Kinder sind in der Entwicklungsphase - bis zur Pubertät und darüber hinaus!

Am Ende der zweiten Klasse
soll der Zahlenraum bis 100 gelernt sein. Es wird die Multiplikation mit Einmaleinsreihen eingeübt. Die Lesefähigkeit von Langtexten ist noch beschränkt, das verstehende Lesen ist Unterricht der 3. Klasse. Infolgedessen sind kurze Lückentexte und Malübungen (zeichne ein Schachbrett) ein obligates Mittel im Schachunterricht. Es muss also zwischen Grundschülern und Schülern an weiterführenden Schulen bzw. nach dem Lebensalter unterschieden werden, und Unterrichtsmaterial ist nicht beliebig in beiden Gruppen zu verwenden!

Trainer - Ausbilder - Schachspieler
In vielen Vereinen wird die Jugendarbeit schlicht von demjenigen gemacht, der am leisesten "Nein" geschrien hat. Und so fehlt es allzu oft gleich an allen drei wichtigen Kompetenzbereichen, die einen erfolgreichen Trainer ausmachen: Die schachliche Qualifikation, die pädagogische Qualifikation und die Erfahrung, mit Kindern unterschiedlichen Alters zu arbeiten.

Dies ist beileibe keine Kritik an den unzähligen ehrenamtlichen Mitgliedern, die Woche für Woche versuchen, ein Jugendtraining auf die Beine zu stellen und immer wieder tapfer gegen alle Widrigkeiten ankämpfen, seien es mangelnde Finanzen, ungeeignete Räume, die übermächtige Konkurrenz der Freizeitindustrie oder schlecht erzogene Kinder.

In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle funktioniert es dennoch - und hin und wieder entwickeln sich in diesem Umfeld sogar Talente ...

Die schachliche Qualifikation
An Fide-Titeln und DWZ/Elo-Zahlen lässt sich sehr schnell erkennen, wie hoch die schachliche Kompetenz eines Trainers ist. Natürlich können Vereinsspieler mit pädagogischem Geschick und einer Spielstärke von 1500 DWZ Kindern nicht nur die Regeln vermitteln, sondern sie auch über ein, zwei Jahre hinweg zur Turnierreife führen. Und ebenso offensichtlich wäre es ein schachlicher Overkill, wenn ein GM mit 2700 Elo einem sechsjährigen Anfänger die ersten Regeln beibringen würde. Aber andererseits: SCHADEN würde es dem Sechsjährigen nicht unbedingt. Nach oben gibt es also keine Grenzen, nach unten sollte man sich an die Faustregel halten: Der Trainer sollte über mindestens 400 DWZ-Punkte mehr als sein Schützling verfügen - wenn möglich. Denn mindestens ebenso bedeutsam ist...

Die pädagogische Qualifikation
Die lässt sich (leider) nicht an irgendwelchen Rating-Zahlen ablesen - und auch nicht an der Klassifikation des Trainerscheins. Denn Pädagogik hat ein wenig mit Ausbildung zu tun. Noch mehr aber mit Begabung und Charakter - und doch ist sie gerade in der Trainingsarbeit mit Kindern so bedeutend. Denn Schachtraining ist nie pure Wissensvermittlung sondern in ganz besonderem Maße auch Arbeit an der Psyche des Kindes. Viele Fragen stehen hier im Raum: Kann der Trainer motivieren? Kann er fordern ohne zu überfordern? Kann er auch bestätigen, loben, positive Ansätze selbst nach schlimmen Rückschlägen finden? Kann er kritisieren ohne eine Blockade zu erzeugen und vor allem: Stimmt die "Chemie" zwischen Trainer und Kind? Stimmt sie nicht, nutzen keine noch so schönen Titel und Konzepte.

Gut ist nicht unbedingt richtig
Nun wissen wir also, wie wir herausfinden, ob ein bestimmter Trainer "gut" ist. Aber ist er auch der "Richtige" für unser Kind?
Dazu müssen wir zunächst einmal bei uns selbst beginnen und uns ehrlich die Frage beantworten. Was erwarten wir von unserem Kind? Geht es uns allein darum, unserem Kind Spaß und Erfolgserlebnisse zu vermitteln oder nur um eine "sinnvolle" Beschäftigung? Ist der Schachunterricht Aufbewahrungsanstalt oder wollen wir mit dem schachlichen Engagement Konzentrationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und andere Qualifikationen fördern? Streben wir nach kurzfristigen Erfolgen, Titeln? Oder geht es uns hauptsächlich darum, dass unser Kind auch noch als Erwachsener gut aber vor allem gerne Schach spielt?

Auch wenn es vielleicht eine sehr schmerzhafte Portion Ehrlichkeit gegenüber sich selbst bedarf: Wir kommen um Antworten auf diese Fragen nicht herum. Letztlich ist die Suche nach dem "richtigen" Trainer von Anfang an zum Scheitern verurteilt, wenn wir uns diese Fragen nicht ehrlich beantworten. Und wenn wir keine ehrliche Antwort auf die alles entscheidende Frage finden:

Was will das Kind?
Will es in erster Linie Spaß haben? Will es Schach verstehen? Will es sich mit Schach täglich beschäftigen. Liebt es das Spiel? Oder liebt es "nur" den Sieg? Spielt es den Eltern zuliebe? Oder gibt ihm Schach etwas, was es anderswo nicht erfahren kann? Wie leistungsbereit, wie frustrationstolerant ist das Kind? Rein theoretisch - so besagt die Statistik - wechseln vom Schulschach rund 0,012 % als Jugendliche zum Schachverein.

Meister kann man nicht "machen"
Auch hier führen nur ehrliche Antworten weiter. Wer ein Kind ohne jede eigene Ambitionen täglich mit zwei Stunden Schach quält, der misshandelt eine Kinderseele und produziert bestenfalls temporäre Titelträger. Spätestens in der Pubertät bekommt er dann das Schachbrett vor die Füße geworfen ...

Haben wir also diese Fragen beantwortet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Investition in einen Schachunterricht in unserem Fall durchaus eine sinnvolle Sache sein könnte, dann können wir ernsthaft daran gehen, die "Kandidaten" zu sichten.

Die Gretchenfrage: Brauche ich überhaupt einen Trainer?
Grundsätzlich "braucht" kein Kind einen Trainer, um Schach zu lernen. Mit der Fülle von Trainingsmaterial, das heute auf dem Markt angeboten wird, kann jedes Kind sich - ggf. unter Anleitung der Eltern oder Großeltern - eine ganz ordentliche Spielstärke erarbeiten. Und in Vereinen wird von "Amateuren" durchaus professionelle Arbeit gemacht, die sich teilweise durchaus mit den zu bezahlenden Angeboten der "Profis" vergleichen kann. Gibt es aber in der Familie niemand, der über genügend schachliche Qualifikation (und Zeit) verfügt, um das häusliche Training zu organisieren, ist auch kein entsprechend attraktiver Verein in der Nähe, dann kann der Weg zu einem professionellen Angebot durchaus sinnvoll sein. Vor allem, wenn das Kind Talent und Begeisterung für das Schach hat, sowie die Bereitschaft, daran zu arbeiten.

Bei allem aber gilt:
Man kann für das Kind kostenlose Trainer vom Verein oder anderweitige Trainingskompetenz einkaufen, nicht aber Spielstärke oder Erfolge. Die müssen von dem Kind selbst erarbeitet werden. Und das muss es wollen. Wenn es dann das Glück hat, einen Trainer zu haben, mit dem es "funkt", der nicht nur Wissen vermitteln kann, sondern auch ein guter Motivator und Psychologe ist, dann kann das Kind ungeahnte Erfolge erleben. Meister kann man zwar nicht "machen". Aber hinter jedem Schachwunderkind steht mindestens ein Top-Trainer. Und davon haben wir in unserem Verein eine ganze Menge ...

Wir wollen nicht erschrecken, die nachstehende Tabelle zeigt, mit welchem Lebensalter die jüngsten Schach-Großmeister den Titel erhielten:

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