Ihr Schachverein in Müllheim (Baden)

Ansprechpartner
Joachim Lischka Tel. 07621 1685703

Menu
K
P

Das Matt mit Springer und Läufer
Man unterscheidet zwei Verfahren: Beiden Möglichkeiten gemeinsam ist, dass der gegnerische König nur in der Ecke des Schachfeldes matt gesetzt werden kann, die der Läufer kontrolliert. Dabei ist jeweils die 50-Züge-Regel zu beachten.

1. Das "W" - Manöver von François-André Danican Philidor (Anleitung siehe hier). Philidor galt zu seinen Lebzeiten (1726 - 1795) als bester Schachspieler der Welt. Er ist er als Vordenker modernen Schachs weltbekannt. Nach ihm ist u. a. eine Schacheröffnung, die Philidor-Verteidigung (1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 d7–d6), benannt. 1749 veröffentlichte er in seinem Buch "L’ analyse du jeu des échecs" erstmals das W-Manöver!

2. Das Dreieckverfahren:
1923 veröffentlichte der Franzose Daniel Deletang ein Verfahren, mit dem man "einfach" mit Springer und Läufer matt setzen kann. Grundlage des Prinzips ist die Ausbildung von Dreiecken, in dessen rechtwinkliger Ecke der gegnerische König matt gesetzt werden soll.

Das Ziel ist, den König in eine Ecke zu treiben, die die selbe Farbe hat als das Feld, auf dem der gegnerische Läufer steht, d. h. die weiße Ecke a1 oder h8, wenn der Läufer auf einem weißen Feld steht bzw. a8 oder h1, wenn der Läufer auf einem schwarzen Feld steht.

Ein Dreieck ist geschlossen (wie im Beispiel unten das Dreieck mit der roten Linie), wenn der Läufer auf dem zweiten Feld der Hypotenuse steht und der Springer auf dem vierten Feld der Reihe (oder Linie), auf der sich der Läufer (auf dem zweiten Feld) befindet.

Nun drängt der König den feindlichen König in das mittlere (blaue) Dreieck ab. Er tut dies, indem er das untere Ende der Hypotenuse besetzt. Ist der König durch einen Läuferzug in das mittlere Dreieck abgedrängt, wird dieses geschlossen.

Zum Schluß drängt der König den feindlichen König in das kleine (schwarze) Dreieck ab. In diesem dritten (kleinen) Dreieck ist keine besondere Vorsicht mehr geboten. Der König wird einfach nur matt gesetzt!

Das bildliche Beispiel dazu: 

 

Das Spingerendspiel
Ein Springerendspiel ist ein Endspiel in einer Schachpartie oder -studie, bei dem neben den beiden Königen nur noch ein oder mehrere Springer und Bauern auf dem Brett sind.

Springerendspiele ohne Bauern sind weitgehend trivial: Ein einzelner Springer kann selbst theoretisch nicht mattsetzen. Zwei Springer gewinnen nur bei grob fehlerhaftem Spiel des Gegners, ansonsten können sie lediglich ein Patt erreichen. Drei Springer (von denen mindestens einer durch Bauernumwandlung entstanden sein muss) gewinnen dagegen problemlos.

Ein Springer gegen einen oder mehrere Bauern
Obwohl ein Springer nominell mehr wert ist als ein Bauer, kämpft die Springerpartei meist um das Remis, da eine Bauernumwandlung in der Regel zum Verlust führt. Der Springer muss daher das Umwandlungsfeld des Bauern zuverlässig kontrollieren und sich gegebenenfalls gegen den Bauern opfern. Da der Springer eine kurze Reichweite und insbesondere am Rand des Brettes weniger Zugmöglichkeiten als im Zentrum hat, sind gegnerische Bauern auf der a- oder h-Linie am schwersten zu bekämpfen. Wegen seiner kurzen Reichweite hat der Springer auch Schwierigkeiten, gegen mehrere Bauern anzukommen, besonders wenn diese weit voneinander entfernt sind. Je weiter die Bauern noch vom Umwandlungsfeld entfernt sind, desto besser sind die Verteidigungschancen. Gegen drei Bauern ist die Springerpartei in den meisten Fällen chancenlos, wenngleich es einige Ausnahmen gibt.

Springer und Bauer gegen Springer
Dieses Endspiel endet häufig remis, weil die unterlegene Partei ihren Springer gegen den verbliebenen Bauern opfern kann. In einigen Situationen, in denen der Bauer bereits weit vorgerückt ist und von seinem König unterstützt wird, besteht für die stärkere Seite die Möglichkeit, den eigenen Springer zu opfern, um den verteidigenden Springer von der Kontrolle des Umwandlungsfeldes des Bauern abzulenken. 

Get the Flash Player to see this player.